Wasserhaushalt bei versiegelten Flächen  212  Allgemeine Vorbemerkung  Die Platten sollten stets auf die Kante gestellt werden, womit   das Verkratzen der Oberfläche vermieden werden soll. Wenn   möglich, Verlegung auf einem ungebundenen Fundament:   regelt den Ablauf des Wassers und ermöglicht den Ausgleich   von Setzungen ohne großen Aufwand. Ein Mindestgefälle der   Betonplatten von 2% ist zu berücksichtigen.  Verlegung in ungebundener Bauweise  Wir empfehlen die 25-45 cm tiefe Auskofferung der Fläche   bis die tragfähigen Bodenschichten erreicht werden. Das   gewünschte Gefälle der Platten sollte bereits eingeplant   werden. Danach erfolgt die Verdichtung dieser Fläche mit   einer Rüttelplatte. Falls das Gelände aufgefüllt ist, ist bereits   beim Verfüllen darauf zu achten, die Fläche lagenweise, ca.   alle 20 cm, gründlich zu verdichten. Dies dient zur Vermei-  dung späterer Setzungsschäden. Anschließend folgt das   höhengenaue Einbringen einer 20-40 cm starken Trag- und   Frostschutzschicht aus Kies oder Schotter der Körnung 0/32   mm (Gefälle beachten!) und die Verdichtung. Es folgt das   Auftragen einer 3-5 cm starken Ausgleichsschicht aus einem   Sand-Splitt-Gemisch. Diese wird mit Lehren abgezogen.  Das Plattenbett soll eventuelle Höhentoleranzen der Beton-  platte oder der Tragschicht aufnehmen.  Verlegung auf abgedichteten Tragschichten  Ein entsprechendes Gefälle (2%) bei abgedichteten Trag-  schichten (z. B. Betonplatten-Kellerdecken unterhalb von   Terrassen oder Decken unter Loggien, Dachterrassen,   Balkonen etc.) berücksichtigen. Das anfallende Oberflächen-  wasser soll somit schnellstmöglich abgeleitet und Stauwasser   weitgehend verhindert werden. Wie bei Dachterrassen und   Balkonen üblich, erfolgt der Einbau in ein Kies oder Splittbett   auf Sand-Zement-Säckchen oder auf Stelzlagern. Ein Gefälle-  Estrich ist nur erforderlich, falls die Fläche noch kein Gefälle   besitzt.  Vor Verlegung des Betonwerksteins sind auf den Abdich-  tungen Schutzvliese oder -bahnen (evtl. doppellagig)   anzubringen. Sie dienen als Schutz gegen scharfkantige   Bestandteile des Bettungsmaterials für die wasserführende   Schicht – in der Regel eine Dichtungsbahn auf Bitumen- oder   Kunststoffbasis. Dabei ist unbedingt auf die Verträglichkeit   zwischen Abklebung und Vlies zu achten. Im Hinblick auf den   Einsatz einer Dämmschicht bzw. der Auswahl der Dämmung   (hinsichtlich der erforderlichen Druckfestigkeit etc.) sollte   Rücksprache mit dem Statiker und dem Dachdeckerfachbe-  trieb gehalten werden. Es sind nur ausreichend druckfeste,   biegesteife Dämmstoffe mit geringer Zusammendrückbarkeit   geeignet.   Ein Nässestau sollte in jedem Fall vermieden werden, da   dieser zu sehr langwierigen Ausblühungen führen kann.   Außer der Berücksichtigung des Gefälles ist auch auf eine   geregelte Wasserableitung am Rande der Belagsfläche zu   achten. Dabei kann es sich je nach Bodenbeschaffenheit um   eine Kiesschicht, eine Regenrinne oder eine Drainageleitung   handeln.  Verlegehinweise für Belagplatten